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Ländlicher Raum

Der Saale-Holzland-Kreis ist mit seiner schönen Natur, den vielen kleinen Orten und Gemeinden ein Sinnbild für den ländlichen Raum in Thüringen. Die größte Stadt im Kreis liegt im Wahlkreis 36 – Eisenberg. Mir ist es ein besonderes Anliegen, Politik für die besonderen Bedürfnisse des ländlichen Raums zu machen.

Modernes Arbeiten und Wirtschaften:

Die Wirtschaftsstrukturen im Bereich des Handwerks, des Mittelstandes und ganz besonders im Bereich der Landwirtschaft sind für den Saale-Holzland-Kreis als ländlich geprägte Region von großer Bedeutung. Der Saale-Holzland-Kreis ist ein Kreis, in dem der ländliche Raum mit der ansässigen Landwirtschaft weit und vielschichtig entwickelt ist. Der gesamte Agrarsektor ist hier ein traditionell starker Wirtschaftsfaktor. Für mich ist es wichtig, dass die Landwirtschaft sowohl im traditionellen Bereich als auch auf neuen Bereichen (wie z.B. der Energiewirtschaft) Arbeitsplätze sichert und eine tragende Stütze im ländlichen Raum bildet. Städte und Gemeinden müssen ihre Stärken erkennen, ausbauen und vor allem auch öffentlichkeitswirksam kommunizieren, um Wirtschafts- und Gewerbebetriebe anlocken zu können. So ist eine gezielte Ansiedelungspolitik für Branchen im ländlichen Raum möglich, die nicht auf kurze Transportwege angewiesen sind, wie z.B. Call-Center, Softwareentwicklung usw. Immer wichtiger ist für die Ansiedlung von Unternehmen die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften. Daher muss Politik im Rahmen der Möglichkeiten auch ein flächendeckendes Bildungs- und Qualifizierungsangebot sicherstellen. Gerade mit der guten Anbindung an die A9 ergeben sich im Wahlkreis 36 gute Möglichkeiten.

Apropos, Autobahn: Fehlende Anschlüsse an die Datenautobahn gefährden die Zukunft des ländlichen Raums, denn die Datenautobahn gehört inzwischen neben dem Straßen- und Schienennetz zu den entscheidenden Wirtschafts- und Standortfaktoren. Es ist der zunehmend wichtigste Baustein im öffentlichen Informationssystem. Auch der ländliche Raum muss daher mit Kommunikationstechnologie zu ähnlichen Konditionen wie die Ballungsräume ausgerüstet sein. Eine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land muss verhindert werden, es darf keine neuen „Täler der Ahnungslosen“ geben. Die Vollversorgung des ländlichen Raums mit neuester Breitbandtechnologie, aber auch mit den digitalen Rundfunkkanälen, in einem überschaubaren Zeitraum ist ein wichtiges Ziel und ein wesentlicher Bestandteil für die Wettbewerbsfähigkeit der ländlichen Räume.

Hohe Lebensqualität:

Gewachsene soziale Beziehungen, Beständigkeit und soziale und räumliche Überschaubarkeit bleiben auch in Zeiten einer komplexer werdenden Welt wichtig. Viele lieben die Nähe zur Natur und freuen sich, dass es im Dorf weniger Gewalt, Drogen und Extremismus gibt als in Großstädten. Die Zukunft des ländlichen Raums hängt nicht zuletzt davon ab, ob die junge, aktive Generation – junge Männer wie Frauen gleichermaßen – im ländlichen Raum verbleibt und dort gute persönliche Perspektiven für sich sieht. Hierbei spielt das Wohnen auf dem Lande eine besondere Rolle. Wir müssen die zeitgemäße Nutzungsmöglichkeit von Bauernhäusern, die Nutzung leer stehender Gebäude befördern und einen sinnvollen Ausgleich zwischen einer verdichteten Bauweise in den Ortskernen und der dörflichen Identität schaffen.

Die Jugendarbeit ist besonders im ländlichen Raum eine der ersten Möglichkeiten, wo Jugendliche ein breites Feld für die gesellschaftliche Betätigung in vielen Bereichen finden. Die Vereine, Verbände, Kirchen und Feuerwehren im Wahlkreis leisten hier eine unbezahlbare Arbeit. Mit einer Zusammenarbeit zwischen offener und verbandlicher Jugendarbeit bieten sich Möglichkeiten, diese Jugendlichen an die verbandliche Jugendarbeit heranzuführen. Es bedarf daher einer ausreichenden finanziellen Ausstattung der örtlichen Jugendförderung. Darüber hinaus engagiere ich mich für die Attraktivität der Freizeitangebote im ländlichen Raums: Jugendtreffs, Spiel- und Sportplätze sollten einen festen Platz in Gemeinden haben und auch tatsächlich nutzbar sein.

Auch ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen wollen so lange wie möglich bzw. so weit wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bzw. möglichst wohnortnah bei der eigenen Familie leben. Vor allem im ländlichen Raum kommt dem dringend notwendigen weiteren Ausbau der ambulanten Versorgung in den Bereichen der Alten- und Behindertenhilfe in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft hohe Bedeutung zu. Auch in Zukunft will ich dafür kämpfen, dass eine bedarfsgerechte, gleichmäßige und dauerhafte ambulante ärztliche und notärztliche Versorgung der thüringischen Bevölkerung sicherstellen!

Vitale Politik für Städte und Gemeinden:

Die Städte im Wahlkreis 36 prägen das unverwechselbare Bild des Landkreises. Ihre Innovationskraft, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ihr Beitrag zum kulturellen Leben haben eine Strahlkraft weit über Stadtgrenzen hinaus entwickelt. Der Saale-Holzland-Kreis braucht beides: attraktive Städte und einen erfolgreichen ländlichen Raum.

Der ländliche Raum muss auch in Zukunft landesplanerisch besonders berücksichtigt werden. Die Infrastruktur ist dauerhaft so zu gestalten, dass der ländliche Raum sich weiterentwickeln kann und nicht von Ballungsräumen abgehängt wird. Im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge darf es keine alleinige Konzentration auf die Ballungsräume geben.

Behörden müssen sich bürgernah aufstellen und den Menschen dezentrale Angebote öffentlicher Aufgaben machen – etwa durch „rollende Behörden“. Dazu zählt auch ein konsequenter Ausbau von e-Government-Angeboten. Dies ist ein unverzichtbares Instrument, um dauerhaft Bürgernähe sicherzustellen und öffentliche Daseinsvorsorge vom Bevölkerungswandel partiell zu entkoppeln.


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