146 Klassen in Thüringen mit zu wenigen Berufsschülern

Dr. Mario Voigt zur Berufsschulnetzplanung

In seiner Sitzung am Donnerstag befasste sich der Ausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit der Ausrichtung der Berufsschulnetzplanung im Freistaat. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind von 606 Klassen des ersten Lehrjahres 146 unterfrequentiert, werden also von weniger als 15 Schülern besucht.
 
Erfurt. 22 solcher Klassen wurden durch die Schulämter nicht genehmigt. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Berufsschülerzahlen (2002: 52 000 Schüler; 2011: 37 000) hat das Bildungsministerium eine neue Richtlinie erarbeitet, die mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden soll. Ziel ist es, die Berufsausbildung, betriebs- und wohnortnah zu gestalten. Wo dies nicht gewährleistet werden kann, soll durch Fahrtkostenerstattung eine Abmilderung geschaffen werden.
 
Mario Voigt (CDU) sagte, betriebs- und wohnortnahe Berufsschulen seien ein wichtiger Baustein in der Strategie gegen den drohenden Fachkräftemangel. "Wir müssen alles tun, um die jungen Menschen, die im Freistaat ihre Berufsausbildung absolvieren wollen, in Thüringen zu halten. Wer anderswo bessere Bedingungen vorfindet, der verlässt den Freistaat. Das müssen wir auf jeden Fall verhindern", so Voigt.
Jens Voigt / 10.11.11 / OTZ