CDU-Kampagne gestartet: Kampf um „schönstes Amt in Thüringen“

Ministerpräsidentin und CDU-Spitzenkandidatin Christine Lieberknecht enthüllt ein Großplakat zum Kampagnestart ihrer Partei im Landtagswahlkampf 2014. Im Foto links: CDU-Generalsekretär Mario Voigt.Ministerpräsidentin und CDU-Spitzenkandidatin Christine Lieberknecht enthüllt ein Großplakat zum Kampagnestart ihrer Partei im Landtagswahlkampf 2014. Im Foto links: CDU-Generalsekretär Mario Voigt.

Erfurt. Die schönsten Gäste kommen immer zuletzt, mag sich CDU-Generalsekretär Mario Voigt gesagt haben. Die Plakatkampagne seiner Partei für die Landtagswahl 2014 startet so richtig erst in der nächsten Woche.

Weil dann schon die ersten Briefwähler ihre Stimme abgeben können. Was an christdemokratischer Werbung bislang an den Straßenrändern zu sehen war, ist nur Vorgeplänkel gewesen. 80 000 Plakate will die CDU landesweit hängen und die Anzahl der Großwerbeflächen bis zum Wahltag stetig steigern. Auf am Ende 750.

Für den gesamten Wahlkampf hat die Landes-Union einen Etat von 800 000 Euro reserviert, das sei „weniger als beim letzten Mal“, wie Voigt betont. Aber wenn es um Wählerstimmen geht, überlässt einer wie er nichts dem Zufall. Die Klammer der inhaltlichen Aussagen heißt diesmal „Lieber echt Thüringen“. Wer hier eine lautbildende Ähnlichkeit mit dem Namen der Spitzenkandidatin entdeckt, ist schon mal auf der Spur, die er geführt werden soll.

Mit Männern der Camburger Feuerwehr

Christine Lieberknecht , Ministerpräsidentin und CDU-Vorsitzende im Freistaat, gibt auf den Großplakat-Motiven ganz die Landesmutter. Zusammen mit Lehrlingen und einem Südthüringer Tischlermeister, im Klassenzimmer umringt von Schülern, oder posierend mit gestandenen Kerlen einer Feuerwehr – es ist übrigens die aus Camburg im Saale-Holzland-Kreis.

„Wir führen einen Themenwahlkampf, einen mit klaren inhaltlichen Aussagen“, sagt die Hauptdarstellerin, die nächste Woche ihre Thüringen-Tour „Lieberknecht direkt“ mit mehr als 100 Terminen beginnt. Das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern sei für sie „immer ein Jungbrunnen“.

Eine vermutete Amtsmüdigkeit dementiert die 56-Jährige konsequent. Sie habe das Jahr 2020 nicht zur programmatischen Zielmarke ausgerufen, um die Gestaltung des Weges anderen zu überlassen, sagte Lieberknecht gestern in Erfurt. Sie kämpfe um „das schönste Amt in Thüringen“.

(OTZ, 15.8. 2014 ,Volkhard Paczulla)