Eisenberg kommt in das nationale Fernbusnetz

Fernbusse sollen ab November zwischen Eisenberg und Berlin fahren 

Schneller als ursprünglich geplant soll Eisenberg in das Streckennetz des Fernbusunternehmens Flixbus aufgenommen werden. Das Unternehmen habe einen entsprechenden Antrag gestellt, um eine Linie zwischen Gera und Berlin mit Stopp in Eisenberg und Halle aufzunehmen. Wird das Genehmigungsverfahren positiv beschieden, werden ab 5. November täglich zwei Fernbusse von und nach Berlin in der Kreisstadt des Saale-Holzland-Kreises halten. 

Der Bürgermeister von Eisenberg, Michael Kieslich, und der Landtagsabgeordnete, Mario Voigt, kämpfen seit geraumer Zeit darum, die Kreisstadt Eisenberg an das Fernverkehrsnetz anzuschließen. Nachdem frühere Versuche immer wieder gescheitert waren, hatte Voigt gemeinsam mit Bürgermeister Michael Kieslich (beide CDU) die Verhandlungen mit dem Fernbusunternehmen übernommen. „Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, eine tägliche Verbindung von und nach Berlin anzubieten. Das ist eine sehr gute Nachricht für Eisenberg und den Saale-Holzland-Kreis, damit wird der ländliche Raum nachhaltig gestärkt. Wir hoffen, dass die ausstehende Genehmigung bald erteilt wird“, sind Kieslich und Voigt optimistisch gestimmt. 

Eisenberg soll auf der Linie 52, die von Berlin über Halle und Merseburg nach Gera führt, angeschlossen werden. Auf der Strecke kommen die modernsten Euro-VI-Busse zum Einsatz. Die Fernbus-Haltestelle soll im Stadtgebiet Eisenberg in der Nähe der Autobahn liegen, um Potential für weitere Verbindungen zu haben. „Mit der Entscheidung von Flixbus wird Eisenberg an das nationale und – mit nur einem Umstieg – auch an das internationale Fernverkehrsnetz angeschlossen. Da die Kreisstadt nicht über eine eigene Bahnanbindung verfügt, ist das ein wesentlicher Meilenstein für die Mobilität der Zukunft“, so Kieslich und Voigt.  

Von der neuen Linie erwarten die beiden Politiker sich auch einen positiven Effekt für den Tourismus. Schließlich habe Eisenberg beispielsweise mit der Schlosskirche und dem Mühltal attraktive Sehenswürdigkeiten. Damit müsse man jetzt verstärkt in Halle und Berlin für unsere Region werben. In erster Linie geht es aber darum, den Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis eine schnelle und preisgünstige Reisemöglichkeit nach Halle und Berlin anzubieten.