SPD fordert Konzept für schnellen Internetzugang

Schubert: DSL-Anschluss ist Standortfaktor

Erfurt (OTZ/Johr). Die Thüringer SPD fordert von der Regierung ein Konzept für die lückenlose Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen im Land. Weite Teile des Freistaates gelten noch als DSL-Wüste, dabei sind solche Breitbandanschlüsse auch im ländlichen Raum ein wichtiger Standortfaktor, sagte Wirtschaftspolitiker Hartmut Schubert (SPD) gegenüber dieser Zeitung. Zumindest die Gewerbegebiete sollten zu 100 Prozent Zugang zu dem Netz haben, um nicht unter verzerrten Wettbewerbsbedingungen leiden zu müssen, sagte der Ostthüringer. Er kritisiert, dass die Landesregierung weder über die Verfügbarkeit von DSL im ländlichen Raum noch über Anschlusskosten Auskunft geben kann. Die Junge Union in Thüringen macht die Forderung nach flächendeckender Versorgung ebenfalls auf: Wir dürfen nicht länger große Teile der Wirtschaft und der Bevölkerung abhängen und neue Täler der Ahnungslosigkeit produzieren, sagte Landeschef Mario Voigt. Nach Angaben des Gemeinde- und Städtebundes sind lediglich 200 der 980 Kommunen im Freistaat komplett am DSL-Netz angeschlossen. In mehr als 150 Gemeinden gibt es überhaupt kein schnelles Internet, sagte Geschäftsführer Ralf Rusch.