Thüringer CDU-Politiker fordern klare Abgrenzung von der AfD (OTZ)

Vor dem CDU-Bundesparteitag sprechen Stefan Gruhner und Mario Voigt von einem neuen Grundsatzprogramm für die Partei.

Nach elf Jahren braucht die CDU ein neues Grundsatzprogramm. Das fordern Stefan Gruhner und Mario Voigt, die als Delegierte am CDU-Bundesparteitag teilnehmen.

„In einer neuen großen Koalition müssen wir unser Profil schärfen“, sagt Gruhner. Dazu gehöre es, auf den schnellen Wandel der Gesellschaft zu reagieren. Voigt, Landtagsabgeordneter aus dem Saale-Holzland-Kreis, hält es für notwendig, dass die Union unverwechselbar ihren Markenkern herausarbeite.

„Dann wird auch der klare Unterschied zwischen CDU und AfD deutlich, was wirklich konservativ-bürgerliche Politik statt radikaler Populismus im bürgerlichen Mantel ist.“ Man müsse noch präziser festlegen, was die christlich-demokratische Perspektive auf neue Herausforderungen wie Digitalisierung und Migration sei. „Die Union muss sich damit beschäftigen, wie in unserem Land wirklich gelebt wird – und nicht wie der Einzelne leben sollte. Wir sind realistischer Schutzpatron der Bürger und machen Deutschland zum besten Land der Welt, wo Sicherheit und Wohlstand für alle Menschen herrscht“, sagt Voigt.

Gruhner hofft, dass vom Parteitag ein Signal der Erneuerung ausgeht. „Ich bin überzeugt davon, dass es mit Angela Merkel an der Spitze geht“, sagt der Abgeordnete aus dem Saale-Orla-Kreis. Gespannt wartet er auf die Kabinettsliste der Kanzlerin. Mindestens ein Minister unter 40 Jahren und einer aus dem Osten sollen nach dem Willen Gruhners dabei sein. „In der Führungsriege muss das komplette Spektrum der Partei vertreten sein“, sagt der Chef der Jungen Union Thüringen.

 

Von Tino Zippel

Quelle: OTZ, 24.02.2018.

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