Vielen Schulen im Landkreis droht Aus durch vorgelegten Entwurf des Schulgesetzes

Voigt kündigte Gegenmaßnahmen gegen den bildungspolitischen Kahlschlag 

Nach dem in dieser Woche durch die Landesregierung verabschiedeten Entwurf eines neuen Schulgesetzes droht im Saale-Holzland-Kreis die Schließung zahlreicher Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien. Der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) kritisierte die Landesregierung für das Gesetz, da die erstmalige Festlegung von Mindestgrößen für Schulen und Klassen durch die Landesregierung dem Landkreis die eigenständige Schulnetzplanung entziehe und so gewachsene Schulstrukturen gefährde.

Voigt: „Mit den Mindestschülerzahlen der rot-rot-grünen Landesregierung sind drei Viertel unserer Gymnasien, die Hälfte der Regelschulen und rund ein Viertel unser Grundschulen in ihrer Eigenständigkeit bedroht“, meint Voigt. „Diesen Angriff auf Bildungslandschaft und Infrastruktur des Saale-Holzland-Kreises dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Das sind wir den jungen Familien mit Kindern schuldig“. Voigt werde im Parlament und im Landkreis alles dafür tun, dass der Gesetzentwurf nicht Wirklichkeit werde.

Das neue Schulgesetz sieht für Grundschulen eine verbindliche Mindestschülerzahl von 80 vor. Diese Anzahl werden im kommenden Schuljahr nach den Prognosen des aktuellen Schulnetzplans drei Grundschulen nicht erreichen. Zudem müssen nach dem Schulgesetz alle ersten Klassen mit mind. 22 Schülern starten. Dies wird in mindestens 4 Grundschulen nicht der Fall sein. Die Grundschulen in Milda, Rothenstein und Heideland würden beide Kriterien nicht erfüllen. Regelschulen sollen mindestens 240 (Gemeinschaftsschulen 260) Schüler haben. Von 8 Regelschulen im Landkreis erreichen diese Anzahl gerade mal vier. Die Regelschulen in Eisenberg, Crossen, Schkölen und Bürgel werden diese Zahlen weder im kommenden noch im darauffolgenden Schuljahr nach den Prognosen des Schulnetzplans erreichen. Weit entfernt von den vorgegebenen 540 Schülern sind zudem die Gymnasien in Kahla, Hermsdorf und Stadtroda. Lediglich Das Gymnasium Eisenberg kann diese Zahl im kommenden Schuljahr erfüllen.

„Wir haben eine wohnortnahe Schullandschaft, welche die Landesregierung jetzt mutwillig gefährdet. Zudem werde das engagierte Lehrerkollegium verunsichert, da keine Klarheit über die Zukunft einzelner Standorte existiere. „Der bildungspolitische Kahlschlag ist der nächste Angriff von Rot-Rot-Grün auf den ländlichen Raum, den wir stoppen müssen.“, so der Abgeordnete.

Voigt kündigte für das neue Jahr einen Dialog zur Sicherung des Bildungsstandortes Saale-Holzland-Kreis an, wo  er mit Lehrern, Eltern und Schülern, dass Gespräch suchen werde. Voigt war in der letzten Legislatur 5 Jahre Vorsitzender vom Bildungsausschuss.