Voigt gibt offizielle Stellungnahme zum Windenergieerlass der Landesregierung ab

Voigt gibt offizielle Stellungnahme zum Windenergieerlass der Landesregierung ab

Klare Abstandkriterien zur Wohnbebauung gefordert

Am Rande der Landtagssitzung gab der Landtagsabgeordnete Mario Voigt seine offizielle, schriftliche Stellungnahme zum Windenergieerlass der Landesregierung zu einem vermehrten Windenergieausbaus ab.

Voigt, der auch Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Energie ist, machte in seiner Stellungnahme deutlich, dass er  „die durch rot-rot-grün erfolgende einseitige Konzentration auf Windenergie“ ablehne. Vielmehr gehe es um einen ausgewogenen Energiemix, bei dem der Saale-Holzland-Kreis als Bioenergieregion bestens mit Bioenergie aufgestellt sei. „Deshalb halte ich die beabsichtigte Festlegung starrer Flächenausbauziele  für Windkraftanlagen für falsch!“, meint der CDU Kreisvorsitzende. Man könne vielmehr Leistungsziele für Planungsregionen vorgeben. Dann könnten dort diese Vorgaben, flexibel durch einen Mix aller zur Verfügung stehender regenerativer Energien erreicht werden. Eine Anpassung an die lokalen Verhältnisse und Interessen der Bürger wäre so möglich.

Voigt forderte von der Landesregierung die Möglichkeit der Errichtung von Windrädern so lange auszusetzen, bis die Regionalpläne in den Bereichen Windenergie und Vorranggebieten nachgebessert worden sind. „Dadurch wird das Windhundrennen nach neuen Standorten beendet, was unsere Dörfer momentan beginnt zu spalten“, so Voigt.

Der Abgeordnete sprach sich auch für gesetzliche Abstandskriterien aus, die sich an der Höhe des zu errichtenden Windrades orientieren. Gerade die im Entwurf des Windenergieerlasses vorgeschlagenen Abstände seien aber zu gering. „Sie berücksichtigen vor allem die absehbare Steigerung der Höhe moderner Anlagen in keinster Weise!“, meint Voigt. Er schlägt vor, nach dem bayerischen Vorbild einen Mindestabstand vom 10-fachen der Höhe eines Windrades zur Wohnbebauung vorzugeben. Nur so könne sichergestellt werden, dass etwa auch Flächendenkmale wie die Schlachtfelder von 1806 im Gönnatal, im Heideland oder die Tourismusregion Thüringer Holzland bei Tautenhain durch Windräder beeinträchtigt würden. Im Übrigen signalisiere der Verzicht der Landesregierung auf die Festlegung von Mindestabständen gerade nicht, dass man den Schutz betroffener Tiere und Menschen ernst nehme.

„Im Übrigen gehören weder ins Thüringer Holzland noch in andere Wälder Windkraftanlagen!“, ergänzt der Landtagsabgeordnete. „Dies ist ökologisch und klimaschutztechnisch verantwortungslos“, so Voigt. Großflächig Bäume zu roden, um Windräder zu bauen, widerspräche jeglicher Vernunft. Schließlich tragen gerade Bäume als CO2-Senker zum Klimaschutz bei. Zudem sei durch die Errichtung von Windrädern die Funktion des Waldes als Erholungsort ebenso gefährdet, wie Insekten. Vögel und Waldtiere in ihrem Bestand. Der Wald müsse deshalb für Windräder tabu bleiben und dürfe nicht zum rot-rot-grünen Experimentierfeld werden, so Voigt abschließend.

 

ViSdP Mario Voigt

 

Zur Info:

Zum geplanten Windenergieerlass der Landesregierung hatten alle Bürger des Freistaates die Möglichkeit, bis zum 30.09.2015 eine Stellungnahme abzugeben.

Die Stellungnahme finden Sie auf der Homepage:

www.mario-voigt.com